Ken Jutsu - Kanazuchi-AndySan

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Kampfkunst
Ken Jutsu 

...bedeutet „Schwert-Künste“ und wird oft als Oberbegriff für die traditionellen Schwertschulen Japans gehandhabt, aus denen sich unter anderem das moderne Kendō entwickelt hat. Praktizierende des Kenjutsu heißen Kenshi.


Handhabung und Technik

Bei der Entstehung der japanischen Fechtsysteme wurden die Besonderheiten des Katanas und des Wakizashis berücksichtigt. Durch die runde Form des Schwertes wird eine schneidend-ziehende Bewegung verlangt, um einen sauberen Schnitt zu setzen. Der Grundgedanke des japanischen Schwertumgangs besteht darin, dass das Schwert aufgrund seines Eigengewichts (zwischen ca. 500 bis 1000 g) schneidet und von den Händen lediglich in der Bahn gehalten und geführt wird. Natürlich wird ein gewisser Kraftaufwand gefordert, da es auch Knochen und eventuell Rüstungsgegenstände zu durchdringen gilt, die Schwertführung ist im Allgemeinen jedoch von Lockerheit bestimmt. Schwerpunkt der japanischen Schwertbeherrschung liegt auf der Schnelligkeit und Präzision, nicht auf Kraft und Ausdauer. Im Regelfall entscheidet der erste Schnitt über Leben und Tod, ausdauernde Kämpfe, wie häufig in Filmen zu sehen, sind eine reine Erfindung der Filmindustrie.


Klassische Literatur zum Kenjutsu

Frühe bedeutende Schriften zum Kenjutsu entstanden in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. An erster Stelle ist der Zen-Mönch Takuan Sōhō zu nennen, der geistiger Lehrer von Yagyū Munenori und Miyamoto Musashi war, die als die bedeutendsten Schwertkämpfer Japans gelten. Er verfasste drei Aufsätze zum Schwertkampf Fudochishinmyoroku, Reiroshu und Taiaki, die Anfang des 17. Jahrhunderts geschrieben wurden. Fudōchishinmyōroku (Die geheimnisvolle Aufzeichnung von der bewegungslosen Weisheit) ist ein Brief an Yagyū Munenori, in dem Takuan die geistige Haltung im Schwertkampf beschreibt. Ebenfalls ein Brief stellt das Taiaki (Die Annalen des Schwertes Taia) dar. Zeitlich zwischen den beiden Briefen ist die Abhandlung Reirōshū (Der klare Juwelenlaut) geschrieben worden. Die Essenz von Takuans Auffassung des Kenjutsu ist die Lehre vom ungebundenen Geist, der hoch aufmerksam ist, ohne sich auf etwas Bestimmtes zu konzentrieren.
Der Schwertmeister Yagyu Munenori hat 1632 das Heihō kaden sho (Der Weg des Samurai) veröffentlicht, in dem er die Lehre von den zwei Schwertern, dem todbringenden und dem lebenspendenden Schwert, darlegt. Ziel der Schwertkunst sei erst in zweiter Linie, den Gegner zu töten, primär komme es darauf an, den Kampf zu vermeiden und im Kampf so zu stehen, dass man die Möglichkeit hat, den Gegner zu schonen. Das Buch gibt einen Einblick in die Geheimlehre seiner Schwertschule und wird von technischen Anleitungen zum Schwertkampf abgerundet. Die Essenz seiner Lehre liegt in der Wiedergewinnung und gelassenen Beibehaltung des Alltagsgeistes - auch in einer Ausnahmesituation.
Der vielleicht größte Schwertkämpfer Japans, Miyamoto Musashi, veröffentlichte seine Schrift über den Schwertkampf Gorin no Sho (Das Buch der fünf Ringe) im Jahre 1645. Neben den Techniken des Kenjutsu und seiner Schwertschule erläutert er die geistige Haltung von Reinheit, Wachsamkeit und Spontaneität im Schwertkampf. Die Essenz seiner Lehre liegt darin, dass es keine festen Regeln im realen Schwertkampf gibt, weil man immer der Situation angemessen handeln muss. Die Aktion muss aus der Situation heraus erschlossen und der Weg des Schwertes zum Weg des Selbstverständlichen werden.


Schulen des Kenjutsu

Obgleich das alte Kenjutsu durch das moderne Kendō zurückgedrängt wurde, gibt es auch noch Koryū (japanisch, „alte Schule“), die Kenjutsu, oder allgemein Bujutsu, in seiner klassischen Form unterrichten. Als bekanntere Vertreter von Schulen (Ryū) des Kenjutsu sind zu nennen:

Abe-ryū
Araki-ryū
Hoki-ryū
Hokushin Ittō-ryū
Hontai Yoshin-ryū
Hozōin-ryū
Hyōhō Niten Ichi-ryū
Jigen-ryū Hyōhō Kenjutsu (Diese wurde in der Edo-Zeit von Shigetada Tōgō gegründet und im Lehen Satsuma zur Hauptschule. Heute wird die Richtung in 12. Generation von Shigenori Tōgō vertreten. Jigen-Ryū hatte auch einen gewissen Einfluss auf das Karate.)
Kanshin-ryū
Kashima Shin-ryū
Kashima Shintō-ryū
Kashima Shinden Jikishinkage-ryū
Kurama-ryū
Kuroiran-ryū
Mugai-ryu
Musō Jikiden Eishin Ryū
Musō Shinden-ryū
Ōno-ha Ittō-ryū
Owari Kan-ryū
Shintō Musō-ryū
Seishin-ryū
Sekiguchi-ryū
Shingyōto-ryū
Tendō-ryū bujutsu
Tennen Rishin-ryū
Tenshin Shōden Katori Shintō-ryū
Yakumaru Jigen-ryū
Yagyū Shinkage-ryū

Quelle: Wikipedia

Auf dem Bild rechts seht ihr Sensei Ralf Gumpfer, bei dem ich im KEMPOKAN Hannover mein Training aufgenommen hatte. 
Mein Katana Practical Choukin

Filmgetreue Nachbildung aus "The Last Samurai"
welches Tom Cruise im Film am Ende bekam.



- von Hand geschmiedeter 1045 Kohlenstoffstahl
- Klingentyp Maru
- Länge der Klinge: 69 cm
- Gesamtlänge: 101 cm
- Gesamtgewicht Katana: 990 g
- Gewicht Saya: 320 g
- Klingenrücken: 7/5 mm
- lackierte Holz-Saya
- Griff ist mit echter Rochenhaut belegt
- Griffumwicklung aus Baumwolle und Seide ist traditionell angebracht
- das Schwert ist scharf geschliffen



Die Inschrift bedeutet sinngemäß:

"Ich bin das Schwert des Kriegers, in dem sich die alten Werte mit dem Neuen vereinen."

Dies wurde von einem Freund, von mir, übersetzt.
Vielen Dank.


Webmaster: Andreas Hammer 01.11.2016
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